Kreis-Imkerverband 

Heinsberg e.V.

 100-jähriges Bestehen des Imkerverbandes Rheinland und fahrt nach Mayen am 11.08.2018

 

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Imkerverbandes Rheinland veranstaltete der Kreisimkerverband Heinsberg einen Ausflug nach Mayen, unter der Organisation von Ursula Meiritz.

 Um 7.30 Uhr hieß es, für die rund 56 Personen, Abfahrt mit dem Bus in Richtung Mayen, dort angekommen wartete auf uns schon ein reichhaltiges Frühstück im Restaurant „Zum alten Fritz“. Frisch gestärkt wurden wir von zwei Stadtführern, zur Führung durch die Stadt abgeholt.

 Nach etwa 2 Stunden Rundgang durch die malerische Altstadt, stand der Besuch des Fachzentrums für Bienen und Imkerei auf dem Plan. Alle Imker und auch die mitgereisten Partner konnten sich durch die vielen Infostände, Vorträge und Vorführungen neues Wissen aneignen und Informationen mitnehmen. Für das leibliche Wohl hatte das FBI reichlich gesorgt. Um 18 Uhr hieß es dann Rückfahrt nach Hause.

 Das Fazit: Es war für alle ein wunderschöner, harmonischer Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein besonderer Dank gilt hier nochmals der Organisatorin.

 

Jürgen Pütz

 


Bericht Vertreterversammlung in Mayen am 17.03.2018

 

Die für uns wichtigen Informationen kurz zusammengefasst:


  • zum 2. Vorsitzenden wurde Tobias Heinen gewählt, er ist bereits Obmann für Bienengesundheit
  • zum Zuchtkoordinator wurde Eckehard Uhlenbrock gewählt
  • Obmann für Öffentlichkeitsarbeit wurde Peter Gauger, Vorsitzender der Kölner Imker, Heimatverein von Nils Dietrich
  • der Imkerverein Arsbeck richtet am 16.03.2019 die Landesvertreterversammlung in Arsbeck aus
  • für 2019 wird eine Satzungsänderung geplant, Versicherungsjahr gleich Zahlungsjahr, also Meldung der Imker und Zahlung des Beitrages zum 01.01; Umsetzung daher erst 2020 bei Annahme der Änderung
  • die Zusatzversicherung ist nur gültig, wenn der Imker bis zum 01.01 gemeldet und der Beitrag bezahlt ist
  • die Subventionierung der Imker bis 6 Bienenvölker bleibt bestehen, theoretisch muss jeder Imker, unabhängig von der Völkeranzahl 9,06 Euro Versicherungsbeitrag zahlen, der Imkerverband hat aber 1,5 Euro plus einen DIB Werbebeitrag von 0,26 Cent festgelegt
  • die größeren Imker zahlen halt ein wenig mehr
  • 771 Proben aus der Tierseuchenkasse wurden bewilligt
  • 29 Vereine haben ihre Beiträge immer noch nicht gezahlt
  • Eine große Änderung wird die neue Datenschutzverordnung werden, bis zum 30.04 wird eine Rundmail die Imkervereine erreichen
  • für EU Zuschüsse müssten 77 Seiten ausgefüllt werden, bisher macht dies der Landesverband
  • die Imkerverbände Düren, Aachen und Mönchengladbach waren nicht anwesend
  • beide Anträge wurden vertagt
  • an der Landwirtschaftskammer soll ein Beratungsstab für die Bienengesundheit gegründet werden, damit die einzelnen Veterinärämter sich besser absprechen und die gleichen Regeln anlegen, dazu wird ein Arbeitskreis gebildet
Josef Louis



Vortrag Herr Dr. Klaus Wallner am 2.9.2017


Die Veranstaltung mit Herrn Dr. Wallner am 02.09.2017 war inhaltlich ein großer Erfolg. Leider fanden nur 42 Imker, davon 37 aus dem Kreis Heinsberg, den Weg in die gut vorbereitete Festhalle nach Oberbruch.

Bienenwachs und Wachsanalyse

Er zeigte zunächst die Mittel auf, die heute das Bienenwachs belasten. Dabei handelt es sich zumeist um Präparate, die von Imkern zur Behandlung vor allem der Varrose und anderen Krank-heuten eingesetzt wurden. Durch die immer wiederkehrende Behandlung haben sich einige Mittel potenziert, auch weil Wachs ein sehr gutes Kon-servierunfsmittel für fettlösliche (lipophile) Substanzen ist. Im Honig ist die Aufnahme dieser Stoffe bei Werten unter 0,5 mg/ kg nicht zu erwarten. Allerdings können manche Rückstände in das Futter für den Nachwuchs gelangen und so die Brut schädigen.
Manche dieser Stoffe gehören zudem zu den natürlichen Bestandteilen des Honigs, z.B. Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure. Um einen Anstieg über 0,5 mg/kg Wachs zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wachserneuerung unerlässlich.
Nimmt man hierzu vorrangig "Erstlings- oder jungfräuliches Wachs", kann man von unbelasteten Baustoffen ausgehen. Besonders geeignet hierzu ist Entdeckelungswachs und das Wachs aus Baurähmchen. Ein Bienenvolk, dass im Jahr 30 kg Honig herstellt, produziert etwa 1,5 kg Wachs. Das ist mehr als für einen Satz Rähmchen gebraucht wird. Wege zur Direkt- oder Selbstumwandlung (Herstellung von Mittelwänden) sind hier der richtige Schritt. Die alten "Schwarten" können zur Kerzenherstellung oder als Industriewachs vewendet werden.

Ein weiteres Problem ist die Wachsverfälschung durch Stearin, Parafin und andere Öle oder Fette. Unseriöse Produzenten versuchen durch das Hinzufügen dieser Mittel das Volumen zu erhöhen, was immer einen Qualitätsverlust mit sich bringt. Hierzu stellt Dr. Wallner ganz klare For-derungen auf:

  • Chargennummern für Bienenwachs auf jeder Packung
  • chargenbezogene Analysezertifikate automatisch beim Ankauf
  • klare Definitionen der Begriffe  "entseucht"," unverfälscht" etc.
  • regelmäßige Kontrollen zu bezahlbaren Preisen (etwa 30 €, derzeit liegt der Preis für die Schadstoffanalyse und die  Belastungskontrolle bei je 104 €).


Landwirtschaft und Imkerei

Heute bieten die Agrarflächen kaum noch Nahrungsquellen für unsere Bienen und andere Insekten. Angebaut wird was sich rechnet. 
Eine Ausnahme ist hier im Frühjahr der Raps. Jedoch fördert hier der massive Anbau die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten. Dadurch muss der Pflanzenschutz intensiviert werden und teilweise während der Blühphase gespritzt werden. Zwar stehen hierfür verschiedene bienenfreundliche (B4) Mittel zur Verfügung, vielen ist aber nicht bekannt, das bei Kombination dieser Mittel die bienengreundlichkeit aufbder Strecke bleibt. Zudem brauchen wir hier neue Applikationsverfah- ren, die die Blüten schonen.
Heuwiesen, Löwenzahn- und Kleeflächen werden zu Silagen und vor der Nektarernte gemäht, bis zu vier mal im Jahr.

Anschließend stand Dr. Wallner den Teilnehmern noch für Fragen zur Verfügung bevor die Veranstaltung nach drei interessanten Stunden endete.




Vortrag Herr Guido Eich am 05.01.2017


Am 05.01.2017 wurde zu einem Vortrag zur AFB (Amerikanischen Faulbrut) in 52525 Heinsberg-Oberbruch in der Carl- Diem-Straße 6 eingeladen. 

Im Kreisgebiet Heinsberg gibt es bereits zwei bestätigte AFB-Verdachtsfälle in Wassenberg & Heinsberg. Dies nahm der Imkerverein Heinsberg e.V.  zum Anlass, die Verantwortlichen des Veterinäramts, Frau Dr. Wolter und Herrn Dr. Vossen einzuladen. Als Referent konnte Guido Eich vom Bieneninstitut Celle (Außenstelle Oldenburg) zu diesem Thema gewonnen werden.

 Der Vorsitzende des Vereins, Stefan Drachenberg, eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die sehr zahlreich erschienene Gäste sowie die Damen und Herren des Veterinäramtes und Herrn Guido Eich und wies noch einmal darauf hin das die Veranstaltung auf privater Initiative des Imkerverein Heinsberg zustande gekommen sei.

 Guido Eich ist Diplom-Biologe und Imkermeister, Praktiker und Wissenschaftler, er legte in der ihm eigenen erfrischenden Art los und kam schnell zur Sache. Die Themen: Biologie der Amerikanischen Faulbrut, Infektionswege in der Imkerei. Stadium der Krankheit erkennen im Labor und Senkung des Infektionsrisikos.

Auch Frau Dr. Wolter und Herr Dr. Vossen standen Rede und Antwort zu allen offenen Fragen, wie Sperrbezirke, Kosten und Vorgehensweisen, besonders betonten sie, wie wichtig vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Imkern und dessen Organisation sei.

  • Alle Bienenstände und alle Völker des Imkers müssen erfasst und einbezogen werden.
  • Sämtliche Beuten und Einzelteile sowie sämtliches Wabenwerk und Wachs muss erfasst werden.
  • Von wem und woher wurden Bienen in den letzten drei Jahren erworben?
  • An wen und wohin wurden Bienen in den letzten drei Jahren abgegeben?
  • Mit wem gibt es Zuchtgemeinschaften?
  • Sind alle Imker der Umgebung erfasst?
  • Gibt es alte und nicht mehr genutzte Bienenstände, Bienenhäuser?

Das ist kein Aufruf jemanden zu denunzieren sondern Bestandteil der Bekämpfung der AFB, es kann jeden von uns treffen.

 Liegen Anzeichen des Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut vor, so muss der Amtsveterinär informiert werden (Anzeigepflicht!), der eine Probe ins Labor einschickt, um Gewissheit zu erlangen und den Grad der Erkrankung (sowie ggf. den Genotyp) zu erfahren. Erst einmal sollte Ruhe bewahrt werden, denn eine Faulbruterkrankung kommt nicht plötzlich und ist ohne Koordination nicht zu kurieren. Wichtig ist, die Völker nicht zu verstellen und keine Waben zwischen Völkern zu tauschen. Normalerweise wird der Amtsveterinär eine Sperre verhängen, nichts darf verändert und niemand darf ohne Rückfrage an die Völker gehen. Die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen komplett ungefährlich. 

Auf keinen Fall dürfen Bienen vom befallenen Honig naschen. Fluglöcher von geschwächten Völkern sollten verkleinert werden, damit sie nicht ausgeräubert werden und die Krankheit sich dadurch zusätzlich ausbreitet. Werden Völker abgetötet, müssen Beute und deren Inhalt umgehend entsorgt oder desinfiziert oder verbrannt werden.

Alle Völker eines Standes sind zu behandeln. Ist ein Volk erkrankt, tragen die anderen am selben Standort meist auch schon den Erreger in sich. Das gilt nicht nur an einem Standort, sondern auch in der Umgebung.

Herr Guido Eich bevorzugt die Methode der Faulbrutsanierung durch das offene Kunstschwarmverfahren.

Nachsorge ist wichtig!

Pflege der Völker in den Tagen nach der Sanierung sowie die Nachuntersuchungen und das Aufheben des Sperrbezirks wurde ebenfalls besprochen.

 Ich möchte allen Verantwortlichen für diesen informativen Abend danken!                  

Leo Besta




Fahrt nach Ternell und Monschau am 19.06.2016


Am 19.06.2016 fand der Ausflug des Kreisimkerverbandes Heinsberg statt.

Zunächst möchte ich mich hier einmal bei den Organisatoren bedanken, insbesondere bei Ursula Meiritz für die Planung und Buchung des Buses.

Weiterhin bei Jaap van Veldhuisen für den finanziellen Bereich und Jo Beckers für den schriftlichen Teil und die Pflege der Homepage.

Unsere Fahrt führte uns zunächst nach Ternell in Belgien.

Die Belegstelle Ternell liegt ganz im Osten Belgiens zwischen Eupen (B) und Monschau (BRD) am Fuße des Hohen Venns in einem Arboretum direkt neben dem Naturzentrum Haus Ternell. Sie wird ehrenamtlich von 4 Mitgliedern des Königlichen Bienenzucht-vereins Eupen und Umgebung von 1896 geführt. (www.bienenzuchtverein-eupen.eu) Sie bietet seit 2010 Bienen-züchtern und Imkern die Gelegenheit, ihre Königinnen von ausgesuchten Drohnenvölkern begatten zu lassen. Die einzigartige Lage der Belegstelle, von Hochwald umgeben und ohne weitere Bienenvölker im Umkreis von 7 Kilometern, garantiert, dass die jungfräulichen Königinnen ausschließlich von Drohnen der Belegstelle begattet werden. Züchter ist in diesem Jahr Andreas Le Claire aus Bochum.  

Wir wurden vom Imkerverein Eupen herzlich empfangen. Beim anschließenden Rundgang wurde die Belegstelle vorgestellt und alle Fragen beantwortet. Leider hatte es in den Tagen zuvor auch in Ternell stark geregnet, sodass eine ausführliche Besichtigung des reizvollen Geländes schwierig war. Hier auch nochmals ein besonderes Dankeschön an den Bienenzuchtverein Eupen.

 Anschließend führte unsere Fahrt nach Monschau. Im Restaurant der Senfmühle wurde gut gespeist. Im Anschluss an die Mittagspause konnte die Senfmühle besichtigt werden, oder man konnte an einer geführten Stadtführung in Monschau teilnehmen.

Nach dem offiziellen Teil trafen sie alle Teilnehmer in der Altstadt zum bummeln und shoppen.

Josef Louis