Kreis-Imkerverband 

Heinsberg

    

 

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Die Veranstaltung mit Dr. Klaus Wallner am 2.9.2017

war inhaltlich ein großer Erfolg. Leider fanden nur 42 Imker, davon 37 aus dem Kreis Heinsberg, den Weg in die gut vorbereitete Festhalle nach Oberbruch.
Dr. Wallner kam sehr zügig zum ersten Themenkomplex, Bienenwachs und Wachsanalyse. Er zeigte zunächst die Mittel auf, die heute das Bienenwachs belasten. Dabei handelt es sich zumeist um Präparate, die von Imkern zur Behandlung vor allem der Varrose und anderen Krank-heuten eingesetzt wurden. Durch die immer wiederkehrende Behandlung haben sich einige Mittel potenziert, auch weil Wachs ein sehr gutes Kon-servierunfsmittel für fettlösliche (lipophile) Substanzen ist. Im Honig ist die Aufnahme dieser Stoffe bei Werten unter 0,5 mg/ kg nicht zu erwarten. Allerdings können manche Rückstände in das Futter für den Nachwuchs gelangen und so die Brut schädigen.
Manche dieser Stoffe gehören zudem zu den natürlichen Bestandteilen des Honigs, z.B. Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure. Um einen Anstieg über 0,5 mg/kg Wachs zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wachserneue-rung unerlässlich.
Nimmt man hierzu vorrangig "Erstlings- oder jungfräuliches" Wachs, kann man von unbelasteten Baustoffen ausgehen. Besonders geeignet hierzu ist Entdeckelungswachs und das Wachs aus Baurähmchen. Ein Bienenvolk, dass im Jahr 30 kg Honig herstellt, produziert etwa 1,5 kg Wachs. Das ist mehr als für einen Satz Rähmchen gebraucht wird. Wege zur Direkt- oder Selbstumwandlung (Herstellung von Mittelwänden) sind hier der richtige Schritt. Die alten "Schwarten" können zur Kerzenherstellung oder als Industriewachs vewendet werden.
Ein weiteres Problem ist die Wachsverfälschung durch Stearin, Parafin und andere Öle oder Fette. Unseriöse Produzenten versuchen durch das Hinzufügen dieser Mittel das Volumen zu erhöhen, was immer einen Qualitätsverlust mit sich bringt. Hierzu stellt Dr. Wallner ganz klare For-derungen auf:
     - Chargennummern für Bienenwachs auf jeder Packung
     - chargenbezogene Analysezertifikate automatisch beim Ankauf
     - klare Definitionen der Begriffe  "entseucht"," unverfälscht" etc.
     - regelmäßige Kontrollen zu bezahlbaren Preisen (etwa 30 €, derzeit 
       liegt der Preis für die Schadstoffanalyse und die Belastungskontrolle 
       bei je 104 €),
Landwirtschaft und Imkerei
Heute bieten die Agrarflächen kaum noch Nahrungsquellen für unsere Bienen und andere Insekten. Angebaut wird was sich rechnet. 
Eine Ausnahme ist hier im Frühjahr der Raps. Jedoch fördert hier der massive Anbau die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten. Dadurch muss der Pflanzenschutz intensiviert werden und teilweise während der Blühphase gespritzt werden. Zwar stehen hierfür verschiedene bienenfreundliche (B4) Mittel zur Verfügung, vielen ist aber nicht bekannt, das bei Kombination dieser Mittel die bienengreundlichkeit aufbder Strecke bleibt. Zudem brauchen wir hier neue Applikationsverfah- ren, die die Blüten schonen.
Heuwiesen, Löwenzahn- und Kleeflächen werden zu Silagen und vor der Nektarernte gemäht, bis zu vier mal im Jahr.
Anschließend stand Dr. Wallner den Teilnehmern noch für Fragen zur Verfügung bevor die Veranstaltung nach drei interessanten Stunden endete.


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